Diffusion

Ausgangslage waren unerklärliche Beschädigungen an Lagerbehältern für ein Prozessfluid bei unserem Kunden. Er war davon ausgegangen, dass der mehrlagige, beschichtete Aufbau ausreichen würde, um die problemlose Lagerung zu gewährleisten.

Die Beschädigungen deuteten allerdings drauf hin, dass das niedrigviskose Fluid einen Weg gefunden hatte, zwischen die Lagen zu gelangen und dort für Schäden zu sorgen. Eine schnelle Lösung war gefragt, um seinem Kunden zu signalisieren, dass kein prinzipielles Problem vorliegt.

In enger Absprache mit dem Kunden untersuchten wir die transiente Diffusion des Prozessfluids durch die Materialien unter Berücksichtigung der temperaturabhängigen Stoffdaten. Diese Simulationen deuteten darauf hin, dass kein Problem vorliegen dürfte. Zwar erklärte das die Schäden noch nicht, es bestätigte aber die Annahme des Kunden.

Daraufhin entschieden wir mit dem Kunden, Effekte möglicher Schädigungen der Beschichtung zu suchen: Es stellte sich heraus, dass selbst kleine Fehlstellen bei der angestrebten Lagerzeit zum „Aufsaugen“ des Wandmaterials mit Prozessfluid führen kann – verbunden mit dem Verlust der vorhergesehenen Materialeigenschaft.

In einem sehr sorgfältig durchgeführten Six-Sigma-Prozess, den wir mit unseren Simulationen unterstützen durften, konnte das Problem schließlich behoben und der Endkunde mit einer weltweit einmaligen Lösung überzeugt werden.

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